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Einseitensensor ESO ES 3.0

Bezeichnung:Einseitensensor ESO ES-3.0
Einseitensensor ESO 3.0

Funktion:
Geschwindigkeitsmessung durch Einseitensensor mit digitaler Fotoeinrichtung

Einsatz:
mobil; Messung auf Stativ; 2-Kamera-Betrieb möglich; Messung vom Fahrbahnrand aus; Messbetrieb bei Dunkelheit möglich

Mögliche Fehler:

  • Aufstellung; Inbetriebnahme des Messgeräts und/oder Durchführung der Messung unter Verstoß gegen die Vorgaben der Gebrauchsanweisung
  • Dokumentation
  • fehlende Schulung des Messpersonals
  • veraltete Software (Zeitraum 2009-2010)

Eine Überprüfung des Messvorgangs durch einen Sachverständigen für Verkehrsmesstechnik ist möglich.

Besonderheit:
Es sind Fälle aufgetreten, in welchem mit einer veralteten Software gemessen – und ausgewertet - wurde.
Es haben daher einige Gerichte Verfahren eingestellt bzw. freigesprochen. Solche Messungen könnten in dem Zeitraum 2009 bis Juni 2010 erfolgt sein.

Update  Oktober 2012:
3 Amtsgerichte haben Autofahrer freigesprochen mit der Argumentation, dass die Messwertbildung des Geräts nicht nachvollziehbar sei bzw. das Messgerät keine gerichtsverwertbaren Beweise liefere. Nähere Info dazu hier.

 

Update Februar 2014:

Die Fachzeitschrift DAR (Deutsches Autorecht) veröffentlichte in der Ausgabe 7/2013 (S. 426 ff) einen Aufsatz des öffentlich bestellten und vereidigte Sachverständigen für Verkehrsmesstechnik  Dipl. Ing. Roland Bladt, Hohenahr. Der Titel:

„Eindeutig zweideutig: Die Fallstricke der Gebrauchsanweisung für den Einseitensensor ES3.0 – Die Fotolinie“

In dem Aufsatz berichtete der Sachverständige,  dass die Gebrauchsanweisung des Geschwindigkeitsmessgeräts ESO ES 3.0 Widersprüche bzgl. der Ermittlung und Dokumentation der Fotolinie enthalte und Vorgaben mache, die von einer Bedienperson des Messgeräts nicht eingehalten werden könnten.

Sobald uns Entscheidungen bekannt werden, die diese Thematik aufgreifen, berichten wir.