Geblitzt! Was tun?
Der Fachanwalt für Verkehrsrecht hilft!

Im Falle eines Reparaturschadens kann der Geschädigte wählen, ob er sein verunfalltes Fahrzeug in einer Fachwerkstatt oder einer freien Werkstatt reparieren lassen möchte, er kann auch selbst reparieren.
Der BGH hat am 18.11.2008 (Az. VI ZB 22/08) entschieden, dass für den Fall, dass der Geschädigte, der den Fahrzeugschaden - der über dem Wiederbeschaffungswert, aber innerhalb der 130 %-Grenze liegt - vollständig und fachgerecht reparieren lässt, sein Anspruch auf Ersatz der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigenden Reparaturkosten im Regelfall nicht erst sechs Monate nach dem Unfall fällig wird.

Haftpflichtversicherer haben kein Recht, einen bestimmten Reparaturweg oder gar eine bestimmte Werkstatt vorzuschreiben. Der Geschädigte kann sein Fahrzeug auch unrepariert lassen, es unrepariert verkaufen oder in diesem Zustand - falls es betriebs- und verkehrssicher ist - weiter fahren.

Keine Reparatur oder Teilreparatur, das Fahrzeug wird dann unrepariert weiter gefahren

Ein Unfallgeschädigter kann (fiktiv) die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts in der Regel nur abrechnen, wenn er das Fahrzeug mindestens sechs Monate weiternutzt und zu diesem Zweck - falls erforderlich - verkehrssicher (teil-) reparieren lässt (BGH, Urteil vom 29. April 2008, Az. VI ZR 220/07)

Dies bedeutet, dass der Geschädigte, der sein verunfalltes Fahrzeug ohne Reparatur oder einer Teilreparatur mindestens 6 Monate weiter fährt, die Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts ohne Abzug des Restwerts verlangen kann, weil er in diesem Fall des Restwert mangels Verkauf nicht realisiert hat.

Achtung: Kürzungen der Haftpflichtversicherer bei Reparaturschäden, insbesondere bei den Stundensätzen bzw. Stundenverrechnungssätzen (z.B. auf regionale Durchschnittssätze) sowie bei den Ersatzteilaufschlägen bzw. UPE-Aufschlägen, gehören hier leider zur Tagesordnung.

Die Mehrwertsteuer wird nur nach entsprechendem Anfall (d.h. bei Vorliegen Reparaturrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer) erstattet.

Kompliziert? Dann zum Fachmann in Sachen Unfallregulierung!

Der juristische Laie hat mangels Fachkenntnis und Kenntnis der in den letzten Jahren ergangenen wichtigen Entscheidungen des Bundesgerichtshofes zur Unfallregulierung ohne fachliche Hilfe kaum eine Chance, seinen Unfallschaden selbst zu regulieren.

Fragen zur Regulierung eines Reparaturschadens beantwortet Ihnen Rechtsanwalt Romanus Schlemm gern.

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