Geblitzt! Was tun?
Der Fachanwalt für Verkehrsrecht hilft!

Fahrverbot - das geht ganz schnell ...

... mit 121 km/h durch die Autobahnbaustelle
... mit 81 km/h durch die Ortschaft
... mit 38 km/h am mit Warnblinklicht haltenden Bus vorbei

Im Bereich einer Verkehrsordnungswidrigkeit können Fahrverbote von einem bis drei Monate ausgesprochen werden.

Ein Fahrverbot kann dann schnell kommen; zum Beispiel 1 Monat für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts um mindestens 31 k/km.

Schonfrist oder nicht

Das Fahrverbot tritt bei Ausspruch in einem Bußgeldbescheid entweder mit dessen Rechtskraft oder einer "Schonfrist" von 4 Monaten später in Kraft.

Die Viermonats- „Schon“-Frist wird eingeräumt, wenn gegen den Betroffenen in den letzten zwei Jahren vor der betreffenden Ordnungswidrigkeit kein Fahrverbot verhängt wurde und auch bis zur Bußgeldentscheidung ein Fahrverbot nicht noch verhängt wird.

Wird dem Betroffenen die 4-Monats-Frist bewilligt, so kann er den Führerschein jederzeit innerhalb dieser Frist, spätestens jedoch am letzten Tag vor Ablauf abgeben.

Die Viermonats-Frist wird dagegen nicht eingeräumt, wenn in den letzten zwei Jahren bereits ein Fahrverbot gegen den Betroffenen verhängt wurde.

Der Führerschein muss dann sofort abgegeben werden, da unabhängig davon, ob der Führerschein sich noch in den Händen des Betroffenen befindet, das Fahrverbot nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids wirksam wird.

Im Rahmen einer geschickten Verteidigungsstrategie eröffnen sich Möglichkeiten, auf den Abgabetermin einzuwirken. Ein versierter Verteidiger wird auch prüfen, ob die Kriterien für einen Ausnahmefall vorliegen, in welchen z.B. eine Verdoppelung der Geldbuße gegen Wegfall des Fahrverbots erreicht werden kann.

Wie und wohin den Führerschein abgeben?

In der Regel erfolgt die Abgabe des Führerscheins durch Übersendung an die betreffende Behörde. Der Führerschein muss nämlich während der Zeit des Fahrverbotes amtlich verwahrt werden.

Wird der Führerschein allerdings nicht freiwillig herausgegeben, dann wird er beschlagnahmt, was mit weiteren Kosten verbunden sein kann.

Die Behörde

vermerkt den Zeitraum des ausgesprochenen Fahrverbotes und verwahrt den Führerschein. Danach sendet sie den Führerschein automatisch und rechtzeitig kurz vor Ablauf wieder an den Betroffenen zurück. Mit dabei ist dann ein Begleitschreiben, in welchem genau das Datum aufgeführt ist, wann der Betroffene wieder fahren darf. Es kann also sein, dass der Betroffene den Führerschein schon wieder in der Post hat, aber zum Beispiel erst einen oder zwei Tage später wieder fahren darf. Daran sollte er sich genau halten, da ansonsten der Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verwirklicht wird.

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Wenn derjenige dann dennoch ein Kraftfahrzeug führt, verwirklicht er den Straftatbestand des § 21 StVG: Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Weitere Informationen zum Ablauf eines Bußgeldverfahrens

Zum Bußgeldkatalog "Geschwindigkeitsverstöße" unter Verkehrsanwaelte.de